Erdgas: sicher, verfügbar, Klimafreundlich

Erdgas ist ein Alleskönner und kann helfen, CO2-Emissionen zu reduzieren – bei der Stromerzeugung, im Wärmemarkt und im Verkehr.
Teilen
Wintershall Dea Why Natural Gas

Erdgas ist der klimafreundlichste unter den fossilen Energieträgern. Nur mit Erdgas lassen sich die angestrebten Klimaziele erreichen. Denn regenerativ erzeugte Energie steht auf absehbare Zeit nicht in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung. Zudem fehlt es an der nötigen Infrastruktur. Anders bei Erdgas: Hier gibt es ein gut ausgebautes Netz aus Pipelines und Speichern und die Technik ist seit Jahrzehnten bewährt. Wenn Energieträger wie Kohle ersetzt werden, kann Erdgas darum schon heute die Lücke schließen. Da es vielseitig einsetzbar ist, ließen sich nicht nur bei der Stromerzeugung, sondern auch im Wärmemarkt und im Mobilitätssektor erhebliche CO2-Mengen einsparen. Zugleich wird intensiv an neuen Erdgastechnologien gearbeitet. Die Innovationen zielen auf eine noch höhere Energieeffizienz und auf Möglichkeiten, Erdgas und erneuerbare Energien miteinander zu verknüpfen.

Erdgas für die Klimaziele

Um die globale Erwärmung aufzuhalten, wurden weltweit wie national Klimaziele festgelegt. Deutschland gehört zu den Ländern mit den ehrgeizigsten Zielen. Hierzu wurde der Ausbau erneuerbarer Energien, allen voran Wind- und Solarenergie, massiv gefördert. Trotzdem gehen die CO2-Emissionen nicht zurück, jedes Jahr werden durchschnittlich 750 Millionen Tonnen ausgestoßen.
Denn nach wie vor ist klimaschädliche Kohle der Energielieferant Nummer eins. Erst im Jahr 2038, so der Beschluss der Kohlekommission, muss Deutschland endgültig aus der Kohleenergie aussteigen. Dabei gäbe es mit Erdgas schon jetzt die Möglichkeit, die Energieversorgung bezahlbar auf klimafreundlich umzustellen. In nur fünf Jahren könnte das deutsche Klimaziel einer 40-prozentigen CO2-Reduktion gegenüber 1990 umgesetzt sein, so das Ergebnis einer Studie. Voraussetzung wäre ein Teilausstieg aus der Braunkohleverstromung und die konsequente Auslastung der vorhandenen Gaskraftwerke.

Wintershall Dea Why Natural Gas
Erdgas für die Stromerzeugung

Noch immer wird der meiste Strom aus Braun- und Steinkohle gewonnen: gut 40 Prozent weltweit. Auch in Deutschland liegt der Anteil nur leicht darunter – trotz ehrgeiziger Klimaziele. Erdgas ist mit gerade einmal 13 Prozent am deutschen Strommix beteiligt. Einer der Gründe: Strommengen, die davor aus Kernenergie stammten, wurden durch Kohlestrom ersetzt. Für den Strommarkt der Zukunft kommt es darauf an, den Anteil von Erdgas deutlich und schnell zu erhöhen und die existierenden Gaskraftwerke auszulasten.

Denn Gaskraftwerke sind nicht nur effizienter als Kohlekraftwerke, sondern auch klima- und umweltfreundlicher: Sie stoßen deutlich weniger CO2 aus und verursachen nahezu keinen Feinstaub. Außerdem können die produzierten Mengen jederzeit schnell und flexibel angepasst werden. Das ist wichtig, um die schwankende Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen auszugleichen.

Erdgas für die Verkehrswende

Erdöl ist ein wertvoller Rohstoff für zahlreiche Produkte des modernen Lebens – und daher viel zu schade, um als Kraftstoff verbrannt zu werden. Auch im Mobilitätssektor bietet verdichtetes Erdgas, auch bekannt als CNG, eine saubere Alternative: Es verbrennt praktisch feinstaubfrei, die CO2-Emissionen liegen 35 Prozent niedriger als bei Benzin. Vorteile hat Erdgas auch gegenüber der Elektromobilität. So hat Europa bereits ein gutes Netz aus Erdgastankstellen, aber kaum Stromladestationen.

Noch ist der Anteil von Erdgasfahrzeugen gering, er liegt in Deutschland bei 0,17 Prozent. Initiativen aus der Wirtschaft arbeiten an einem Ausbau, staatliche Förderungen für Erdgasfahrzeuge fehlen jedoch. Trotzdem wurden 2018 in Europa so viele CNG-Fahrzeuge neu zugelassen wie nie zuvor. Auch in der Schifffahrt könnte Erdgas wichtiger werden. Das erste gasbetriebene Kreuzfahrtschiff ging 2018 in Betrieb. Zudem gilt ab 2020 ein strenger globaler Schwefelgrenzwert für Schiffsabgase. Erdgas ist der kostengünstigste Weg, ihn einzuhalten.

Wintershall Dea Why Natural Gas
Pipeline-Infrastruktur: Ein leistungsfähiges Netz

Je mehr Energie aus regenerativen Quellen kommt, desto größere Mengen müssen transportiert werden. Im Falle von Strom passiert dies in Überlandleitungen. Doch das Beispiel Deutschland zeigt, dass die bestehende Infrastruktur hierfür nicht ausgelegt ist. Die Netze könnten überlasten und reagieren außerdem empfindlich auf die starken Produktionsschwankungen, fürchten Experten.

Grafik Erdgas Pipelines

Und der Leitungsausbau kommt nur langsam voran. Bei Erdgas sieht die Situation anders aus: Es gibt bereits eine leistungsfähige, gut ausgebaute Transportinfrastruktur. Ein drei Millionen Kilometer langes Netz aus Pipelines umspannt derzeit den Globus. Das Netz kann aber nicht nur Erdgas aufnehmen, sondern auch Ökostrom, der mit der Power-to-Gas-Technologie umgewandelt wurde. Auf diese Weise hilft das Erdgasnetz dabei, Schwankungen auszugleichen, und stellt den Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung auf solide Füße.

Weiterführende Artikel
Wintershall Dea Why Crude Oil
Woran wir glauben

Erdöl: Kostbar, kraftvoll, unentbehrlich

Erdöl wird noch viele Jahre ein Grundstoff unseres Alltags sein. Als Kraftstoff oder Heizmittel langfristig zu kostbar, ist es vor allem in der chemischen Industrie unentbehrlich.

 
Wintershall Dea Nord Stream AG
Expertise

Transport

Pipelines sind das Herz der Gas-Infrastruktur Europas. Wintershall Dea hat gemeinsam mit Gazprom dazu beigetragen, ein Transportsystem zu schaffen und zu erweitern.