Niederlande Intelligente Förderung

Wintershall Dea hat mehr als 20 Plattformen in den niederländischen Gewässern. Die allermeisten sind unbemannt und werden vom Festland aus automatisch gesteuert.

Etwa die Hälfte der in den Niederlanden genutzten Energie wird aus Erdgas gewonnen.

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Wintershall Dea Niederlande Nordsee Plattform
Wintershall Dea Niederlande Nordsee Plattform
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Wintershall Dea/Dominik Obertreis

Seit über 50 Jahren ist Wintershall Dea in der niederländischen Nordsee aktiv. Das Unternehmen gehört heute als Anteilseigner von Wintershall Noordzee (50% Wintershall Dea, 50% Gazprom) zu den großen Erdgasproduzenten der Region und betreibt mehr als 20 moderne Offshore-Plattformen. Zuletzt wurden drei neue eigenoperierte Bohrungen durchgeführt. Von 2018 bis 2019 hat Wintershall Noordzee beispielsweise eine Gasbohrung für das Feld Q1-D abgeteuft und so das Produktionsniveau gesteigert. 2019 hat das Unternehmen außerdem zwei größere Ölplattformen, Kotter und Logger, erfolgreich zurück gebaut und die Topsides der E18-A Plattform für die Entwicklung im Sillimanite Gasfeld unter der Bezeichnung D12-B wiederverwendet. Darüber hinaus sind die Felder Rembrandt und Vermeer, die zu den größten Ölfunden der vergangenen Jahre in der südlichen Nordsee zählen, künftig das Kernstück im Portfolio von Wintershall Noordzee. Zurzeit ist dieses Entwicklungsprojekt jedoch aufgrund von politisch bedingten Verzögerungen bei der Vergabe von Umweltgenehmigungen unterbrochen.

Wintershall Dea Quickfact Niederlande
Wintershall Dea Quickfact Niederlande
Karte der Lizenzen in den Niederlanden
Karte der Lizenzen in den Niederlanden
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Wintershall Dea

Wo wir in den Niederlanden aktiv sind

Die Gasförderplattformen von Wintershall Noordzee liegen in niederländischen Gewässern. Davon sind die allermeisten unbemannt und werden vom Festland aus automatisch gesteuert. Hierzu unterhält das Unternehmen in Den Helder die Zentrale für Remote Controlled Operations (RCO). So wird auch die Förderung aus kleinen Feldern wirtschaftlich. Der Ölfund Rembrandt liegt etwa 120 Kilometer nördlich von Den Helder innerhalb der Explorationslizenz F17a. Er wird ergänzt durch das benachbarte Ölfeld Vermeer. Wintershall Noordzee (50% Wintershall Dea, 50% Gazprom) ist Betriebsführer und evaluiert zurzeit die mögliche Entwicklung beider Felder.

Wintershall Dea beabsichtigt, in den Niederlanden aktiv nach Möglichkeiten zu suchen, sich an der Energiewende durch Abscheidung und Speicherung von CO2 (CCUS) zu beteiligen. Die ausgeförderten Lagerstätten unserer Tochtergesellschaft Wintershall Noordzee haben ein bedeutendes CO2-Speicherpotenzial und befinden sich in der Nähe von CO2-Erzeugern an Land. Die Projektumsetzung wird durch das regulatorische Umfeld in den Niederlanden, einem der fortschrittlichsten in Europa, begünstigt.

150.000

Barrel Öl können in den Unterwassertanks der F17-A Vermeer-Anlage gelagert werden.

1,2 Mio

Kubikmeter Gas pro Tag können am Q8-Terminal in IJmuiden verarbeitet werden.

100

Tonnen wiegt der obere Teil der Miniplattform L6-B, 1.100 Tonnen wiegt der Unterbau.

8

ZURÜCKGEBAUTE PLATTFORMEN WURDEN IN ANDEREN PROJEKTEN IN DEN NIEDERLANDEN WIEDERVERWENDET.

Wintershall Dea Mini-Plattform L6B Nordsee
Wintershall Dea Mini-Plattform L6B Nordsee

Eine Luftaufnahme der Miniplattform L6-B.

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Flying Focus/Herman IJsseling

L6-B – winzige Plattform, grosse Möglichkeiten

L6-B ist die erste Miniplattform von Wintershall Noordzee. Seit 2015 produziert sie Erdgas in der niederländischen Nordsee. Sie wird von einer benachbarten größeren Plattform aus betrieben, kontrolliert und mit Strom versorgt. Wintershall Noordzee ist das erste Unternehmen, das hier fördern darf – die unbemannte Plattform steht in militärischem Sperrgebiet. Deshalb wurde sie extrem klein und leicht gebaut. Die Stärke der neuen Generation von Miniplattformen ist die Einsatzmöglichkeit in sehr flachen Gewässern.