Europawahl: Beim Klimaschutz endlich mutiger werden

Berlin
Teilen
Wintershall-Dea-BDEW-Congress
Wintershall-Dea-BDEW-Congress

Das Ergebnis der Europawahl hat gezeigt, dass die deutschen Wählerinnen und Wähler vor allem ein Thema interessiert: der Klimaschutz. „Wenn wir ernsthaft daran interessiert sind, die Klimaziele zu erreichen, dann müssen wir wesentlich stärker auf Erdgas als Energieträger setzen“, fordert Hugo Dijkgraaf, Wintershall Dea-Vorstand für Technologie, auf dem BDEW-Kongress in Berlin. „Die Erdgasbranche hat die technologischen Möglichkeiten, den Anspruch und den Mut, neue Wege zu gehen: Wir werden das Energiesystem der Zukunft aktiv mitgestalten.“ Der BDEW-Kongress ist mit 1.600 Besucherinnen und Besuchern eines der größten Branchentreffen Deutschlands und findet am 5. und 6. Juni 2019 in Berlin statt. Wintershall Dea präsentiert sich mit einem eigenen Stand auf dem Kongress und gestaltet die Themensession „Wasserstoff – Multitalent für Klimaschutz“.

„Erdgas ist der sauberste konventionelle Energieträger und eine wichtige Säule für eine verlässliche, bezahlbare und klimafreundliche Energieversorgung – heute, morgen und auch übermorgen“, so Dijkgraaf. Nur mit Erdgas können die Treibhausgasemissionen schnell und kostengünstig reduziert werden. Alleine in Deutschland würde ein Fuel-Switch zu Erdgas die CO2-Emissionen um 20 Prozent reduzieren, so eine Studie von Ecofys. Ein Fuel-Switch auf internationaler Ebene würde den Klimaschutz noch stärker voranbringen.

Wasserstoff als ein Schlüssel der Energiewende

In Zukunft kann Erdgas sogar noch klimafreundlicher werden: „Das CO2 oder auch der Kohlenstoff können abgetrennt und aufgefangen werden – und Wasserstoff entsteht. Die Dekarbonisierung von Erdgas kann dazu beitragen, unser Energiesystem CO2-neutral zu gestalten und so zu einem Schlüssel für das Erreichen der Klimaziele werden“, so Dijkgraaf. Noch entstehen bei der Verbrennung von Erdgas CO2-Emissionen – wenngleich deutlich weniger als bei der Verbrennung anderer Energieträger. Im Zuge der angestrebten Dekarbonisierung des Energiesystems wird nun an Technologien geforscht, diese Emissionen zu vermeiden oder zu neutralisieren.

Theoretisch könnte das durch eine Umstellung des gesamten Energiesystems einschließlich aller Infrastrukturen und Endgeräte auf erneuerbaren Strom geschehen. „Berlin und Brüssel haben aber erkannt, dass eine All Electric Society keine Lösung darstellt“, sagt Dijkgraaf. „Um auch in Zukunft eine wirtschaftlich und gesellschaftspolitisch akzeptable Versorgung mit Energie sicherzustellen, brauchen wir Gas. Wasserstoff kann neben anderen Grüngasen und Erdgas selbst bei der weiteren Dekarbonisierung des Energiesektors eine wichtige Rolle spielen“, so Dijkgraaf. Es sei wichtig, sich nicht voreilig auf Power-to-Gas-Technologien zu beschränken – nicht nur aus Kostengründen, sondern auch aus Gründen der Versorgungssicherheit.

Der meiste Wasserstoff wird aus Erdgas gewonnen

Aktuell wird der größte Teil des Wasserstoffs durch Methanreformierung (Dampfreformierung) aus Erdgas gewonnen. Möglich sind aber auch die Gewinnung durch Wasserstoff-Elektrolyse auf Basis erneuerbarer Energie oder die Erzeugung im Wege der sogenannten Methanpyrolyse. In diesem auch im World Energy Outlook 2018 (WEO 2018) erwähnten Verfahren wird Erdgas thermisch in einem Hochtemperaturreaktor in seine Bestandteile Wasserstoff und Kohlenstoff zerlegt. Anstelle von CO2 entsteht als Nebenprodukt ein sehr reiner, pulverförmiger Kohlenstoff, der als industrieller Rohstoff weiterverarbeitet werden kann und dessen Bedeutung stetig zunimmt. So wird er beispielsweise in der Produktion von Elastomeren, Leichtbaustoffen, Druckfarben oder auch bei der Batteriefertigung eingesetzt.

Wintershall Dea fordert technologieoffenen Ansatz

„Die Politik muss jetzt die Weichen stellen, damit auch neue und vielversprechende Technologien weiterentwickelt werden und Marktreife erlangen können“, fordert Hugo Dijkgraaf auf dem BDEW-Kongress. Es sei zu beachten, dass sich die Technologien zur Wasserstofferzeugung teilweise noch im Forschungsstadium befinden und noch nicht im benötigten Maßstab zur Verfügung stehen. Deswegen sei es wichtig, „dass alle Arten der Wasserstoffgewinnung gleichbehandelt werden, ob aus erneuerbaren Energien oder aus Erdgas. Wir brauchen einen technologieoffenen Ansatz.“

Weitere Informationen, Positionen und Forderungen von Wintershall Dea finden Sie im Positionspapier Wasserstoff.

Über Wintershall Dea

Mit dem Zusammenschluss von Wintershall Holding GmbH und DEA Deutsche Erdoel AG bilden zwei erfolgreiche Firmen mit langer Tradition das führende unabhängige Erdgas- und Erdölunternehmen Europas: Wintershall Dea. Das Unternehmen mit deutschen Wurzeln und Sitz in Kassel und Hamburg sucht und fördert weltweit in 13 Ländern Gas und Öl auf effiziente und verantwortliche Art und Weise. Mit Aktivitäten in Europa, Russland, Lateinamerika und der MENA-Region (Middle East & North Africa) verfügt Wintershall Dea über ein weltweites Upstream-Portfolio und ist mit Beteiligungen im Erdgastransport zudem im Midstream-Geschäft aktiv.

Wintershall Dea steht für mehr als 120 Jahre Erfahrung als Betriebsführer und Projektpartner entlang der gesamten E&P-Wertschöpfungskette. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 4.000 Mitarbeiter aus über 60 Nationen. Die durchschnittliche Tagesproduktion von rund 590.000 Barrel Öläquivalent will das Unternehmen im Zeitraum zwischen 2021 und 2023 auf 750.000 bis 800.000 Barrel steigern. Mittelfristig wird ein Börsengang von Wintershall Dea angestrebt.

PI 19-14 DE
Weiterführende Artikel
Wintershall Dea Pipeline
Woran wir glauben

Klimaschutz

Wegen des Klimawandels muss der CO2-Ausstoß schnell reduziert werden; gleichzeitig aber steigt der weltweite Energiebedarf. Wir als Wintershall Dea wollen unseren Beitrag dazu leisten, diese Herausforderungen zu meistern.
 
Teilen