Wintershall Dea unterstützt Transparenzinitiative im Rohstoffsektor

Berlin
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Wintershall Dea/Christian Burkert

Im deutschen Rohstoffsektor sind Zahlungsströme transparent: Die Bundesrepublik Deutschland hat als erster EU-Staat die positive Validierung der globalen „Initiative für Transparenz im rohstoffgewinnenden Sektor“ (Extractive Industries Transparency Initiative – EITI) erlangt. Wintershall Dea hat den Prozess stark unterstützt und vorangetrieben. Europas führendes, unabhängiges Gas- und Ölunternehmen ist eines von zwei Unternehmen, die direkt den eigenen Sektor vertreten haben. Die meisten Industriesektoren werden im EITI-Prozess von Verbänden vertreten.

„Wir gratulieren der Bundesregierung zu dieser positiven Validierung“, so Peter Westhof, Leiter der Hauptstadtrepräsentanz von Wintershall Dea. „Unser Unternehmen hat den deutschen EITI-Prozess von Anfang an intensiv begleitet. So konnte Wintershall Dea im Rahmen der nationalen Multistakeholder-Gruppe mit der Verantwortung für den Gas- und Ölbereich maßgebliche Inhalte und Prozesse mitgestalten.“ Deutschland ist das bisher einzige Land, das bereits mit dem ersten Bericht alle EITI-Anforderungen erfüllt hat.

Vorreiter für transparente Zahlungsströme

Wintershall Dea unterstützt die freiwillige Offenlegung von Zahlungsströmen an Regierungsstellen im deutschen Rohstoffsektor. Dieser nimmt hinsichtlich der Transparenz von Geldflüssen im Vergleich zu den anderen deutschen Industriesektoren eine Vorreiterrolle ein. Denn bislang hat sich kein weiterer Industriesektor für eine so weitreichende Transparenz – teilweise sogar unter Aufgabe des Steuergeheimnisses – entschieden.

Der deutsche EITI-Prozess zeichnet sich durch eine breite und gleichberechtigte Beteiligung von Vertretern der Zivilgesellschaft aus – von Transparency International bis zum Forum Umwelt und Entwicklung. „Dies hat die Basis für eine sehr konstruktive Konsenskultur geschaffen“, sagt Peter Westhof. „Ungeachtet aller Meinungsunterschiede fanden sich am Ende immer Lösungen, denen alle Beteiligten zustimmen konnten.“

Die 2003 gegründete „Initiative für Transparenz im rohstoffgewinnenden Sektor“ (Extractive Industries Transparency Initiative – EITI) engagiert sich weltweit für mehr Transparenz und verstärkte Rechenschaftspflichten im Rohstoffsektor. Die freiwillige Initiative entstand im Rahmen des Nachhaltigkeitsgipfels 2002 im südafrikanischen Johannesburg und setzt in inzwischen mehr als 50 Ländern auf eine enge Kooperation von Regierungen, Zivilgesellschaften und Unternehmen. Die Unternehmen sind dabei vor allem aufgefordert, ihre Zahlungen (Steuern, Förderabgaben) an sämtliche Regierungsstellen offenzulegen. Ein unabhängiger Gutachter gleicht ab, ob geleistete und empfangene Zahlungen übereinstimmen.

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