Vorwürfe von SPIEGEL & ZDF

Kassel / Hamburg
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Wintershall Dea Russland
Wintershall Dea Russland
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Wintershall Dea/Justin Jin

Das ZDF-Fernsehmagazin „frontal“ und das deutschen Magazin „Der Spiegel“ haben ihre Anschuldigungen aus dem Vorjahr (Der Spiegel, Ausgabe 45/2022) gegen Wintershall Dea jetzt wiederholt. Diesmal nehmen sie die Bombardierung eines Wohnhauses in der ukrainischen Stadt Dnipro mit mindestens 45 Toten am 14. Januar zum Anlass, Wintershall Dea eine mutmaßliche Beteiligung vorzuwerfen. Die beiden Medien geben dafür als Grundlage Ergebnisse eigener Recherche an – und bleiben aber erneut den Beleg für diese schweren Vorwürfe schuldig.

Die Beiträge von ZDF-Magazin frontal und Spiegel Online unterstellen diesmal einen direkten Zusammenhang zwischen der Produktion der russisch-deutschen Gemeinschaftsunternehmen in Westsibirien und dem Militärflughafen, von dem aus Kampfflugzeuge den Angriff auf ein Wohnhaus in der ukrainischen Stadt Dnipro am 14. Januar geflogen haben. Der Luftwaffen-Stützpunkt erhalte seit Kriegsbeginn Kerosin von drei Raffinerien, die wiederum als Rohstoff Gaskondensat verarbeiten würden. Am Anfang der langen Lieferkette stünden „wieder Wintershall Dea und Gazprom, die im Gebiet Urengoi das Gaskondensat fördern lassen“, berichtet frontal. Doch bleiben auch die beiden wiederholten Medienberichte konkreten Belege für die suggerierten Verbindungen zwischen Wintershall Dea und dem russischen Militär schuldig.

Im frontal-TV-Beitrag kommt CDU-Außenpolitiker und Bundestagsmitglied Roderich Kiesewetter, zu Wort. Er behauptet, Wintershall Dea sei „bereits seit 2014 an der Finanzierung der russischen Kriegskasse beteiligt, insbesondere an der Produktion von Kerosin für russische Kriegsflugzeuge und russische Kriegswaffen“. Die Anschuldigung, Wintershall Dea produziere Treibstoff für die russische Kriegsmaschinerie ist wahrheitswidrig. Darauf ist der Bundestagsabgeordnete jetzt in einem Schreiben hingewiesen worden.

Bereits im November 2022 hatte Mario Mehren die Anschuldigungen der beiden Medienmagazine öffentlich als unredlich und konstruiert zurückgewiesen. Derzeit wird geprüft, welche Schritte unternommen werden, um das Wintershall Dea gegen die fortwährenden falschen Behauptungen und Unterstellungen zu schützen.

„Der Eindruck, der hier ganz offenbar von den beiden Medien gezielt erzeugt werden soll, nämlich das Wintershall Dea mutmaßlich an dem Angriffskrieg beteiligt ist, ist unseriös und schlichtweg falsch“, erklärte dazu ein Unternehmenssprecher: „Diese falschen Behauptungen werden auch dadurch nicht richtiger, dass man sie wiederholt.“

Pressekontakt

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