Meilenstein für CCS-Projekt Greensand erreicht

Kassel/Hamburg
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Meilenstein Für CCS-Projekt Greensand erreicht
Meilenstein Für CCS-Projekt Greensand erreicht
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C3 Visual Lab
  • Reservoir für CO2 Lagerung in der dänischen Nordsee von unabhängiger Stelle zertifiziert
  • CCS-Projekt Teil von Wintershall Deas Strategie für die Energiewende

Die erste große Hürde für das Project Greensand ist genommen: Die unabhängige Zertifizierungsstelle DNV GL hat bestätigt, dass das Reservoir Nini West unter der dänischen Nordsee für die sichere Speicherung von CO2 geeignet ist.

Das Ölfeld Nini West wird von INEOS Oil & Gas Denmark betrieben – Wintershall Dea fungiert als Partner. Mit der Zertifizierung bestätigt DNV GL die Eignung des Reservoirs für die jährliche Einlagerung von 0,45 Millionen Tonnen komprimiertem CO2 pro Bohrung über zehn Jahre und die langfristige Speicherung von CO2.

„Wir sind stolz, dass wir diesen ersten Meilenstein für das Project Greensand erreicht haben. Die Zertifizierung gibt uns Gewissheit, dass die Lagerstätte für die sichere und langfristige Speicherung geeignet ist. Jetzt wollen wir gemeinsam mit unseren Projektpartnern neue Erkenntnisse gewinnen und das Projekt weiter vorantreiben", sagt Margarethe Kleczar, Leiterin der Abteilung Carbon Management and Hydrogen bei Wintershall Dea.

Wintershall Dea, INEOS Oil & Gas Denmark, Maersk Drilling und der Forschungspartner, die Geologische Forschungsanstalt für Dänemark und Grönland (GEUS), haben sich im Konsortium Project Greensand zusammengeschlossen, um ausgediente Offshore-Ölfelder für die dauerhafte und sichere Speicherung von CO2 aus Onshore-Industrieanlagen weiter zu nutzen.

Bis 2025 soll das erste Bohrloch für die Einlagerung von CO2 von der Nini-Plattform aus bereit sein. Langfristig sollen Kapazitäten zur CO2-Speicherung von etwa 3,5 Millionen Tonnen pro Jahr hier bis 2030 entwickelt werden.

Wintershall Dea hat umfangreiches Wissen über die für das Vorhaben relevanten Lagerstätten. Wie Klaus Langemann, SVP für Technologie & Innovation, erklärt, kennt das Unternehmen das Umfeld gut: „Wir fördern seit Jahrzehnten aus diesen Ölfeldern in Dänemark und kennen die Eigenschaften der Reservoirs genau. Durch Project Greensand werden wir unsere Expertise in der CCS-Technologie weiter vertiefen. Mit der erfolgten Zertifizierung gibt es keine Hindernisse mehr für weitere Untersuchungen zur CO2-Speicherung. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit unseren Partnern in der nächsten Projektphase und darüber, an einem Vorhaben mit dem Potenzial zur Minderung der CO2-Emissionen in Dänemark beteiligt zu sein."

Mit diesem Projekt will Wintershall Dea zur Energiewende beitragen. Im November veröffentlichte das Unternehmen seine Ziele zur Reduzierung von Treibhausgasen in der eigenen Produktion (dies betrifft Scope 1 und 2 Emissionen in eigenoperierten und nicht-eigenoperierten Upstream-Aktivitäten entsprechend der anteiligen Produktion von Wintershall Dea) bis 2030. Ab 2030 plant das Unternehmen seine Scope 3 Emissionen deutlich zu senken. Diese entstehen größtenteils durch die Verbrennung von Gas und Öl, das Wintershall Dea produziert. Wasserstoff und CCS sollen dabei eine Schlüsselrolle spielen, da das Unternehmen sowohl über die entsprechenden Anlagen als auch über die Kompetenzen verfügt, um zur Emissionsreduzierung beizutragen.

Neben dem Greensand-Projekt ist Wintershall Dea derzeit unter anderem an einer Machbarkeitsstudie für CCS in Brage in Norwegen und an einer Forschungspartnerschaft für Methanpyrolyse (Wasserstoff) mit dem Karlsruher Institut für Technologie beteiligt. Um seine Arbeit in diesen Bereichen weiter voranzutreiben, gründete das Unternehmen Anfang des Jahres eine Abteilung für Carbon Management and Hydrogen.

Über Wintershall Dea
Wintershall Dea ist Europas führendes unabhängiges Erdgas- und Erdölunternehmen mit mehr als 120 Jahren Erfahrung als Betriebsführer und Projektpartner entlang der gesamten E&P-Wertschöpfungskette. Das Unternehmen mit deutschen Wurzeln und Sitz in Kassel und Hamburg sucht und fördert in 13 Ländern weltweit Gas und Öl auf effiziente und verantwortungsvolle Weise. Mit Aktivitäten in Europa, Russland, Lateinamerika und der MENA-Region (Middle East & North Africa) verfügt Wintershall Dea über ein weltweites Upstream-Portfolio und ist mit Beteiligungen im Erdgastransport zudem im Midstream-Geschäft aktiv.

Wintershall Dea ist 2019 aus der Fusion der Wintershall Holding GmbH und der DEA Deutsche Erdoel AG hervorgegangen. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 2.800 Mitarbeiter aus über 60 Nationen.

Pressekontakt
Stefan Leunig
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VP Corporate Issues and Reputation Management
+49 561 301-3301
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